Pinselalgen

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adios

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Diese Algen sind sehr hardnäckig und sind nie ganz verschwunden.
meist kommen sie bei hohen Nitrat und Phosphatwerten vor, sowie bei ungeeigneter Beleuchtung ,die ihnen gegenüber den Pflanzen einen Vorteil bringt.
Was hilft ,sind öftere Wasserwechsel,bessere Beleuchtung,und Efeututen oder ähnliche Landpflanzen, die von den im Wasser gelösten überangebot an Nährstoffen leben.
 

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thomas-p

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Hallo,

es gibt jedoch auch natürliche Fressfeinde für diese Algen. Hier haben sich speziell Schnecken wie die Clthon corona (Bienen-Geweihschnecke) und die Fische wie Crossocheilus latius hervorgehoben. Weiterhin ist derzeit der Rotflossengara (Garra sp. ) in aller Munde.

Dennoch ist es immer wichtig die Ursachen zu bekämpfen und wie mein Vorschreiber erwähnte die Schadstoffe zu reduzieren.
 

Anubia

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Hallo :wink: ,

zunächst bin ein wenig verwirrt, weil die Algen auf dem Foto so grün aussehen und von daher eigentlich kaum Pinselalgen sein können ?( . (vgl. Fotos bei Aquamax.de )

Gegen Bart- und Pinselalgen kann nach meiner Erfahrung Gerstenstroh langfristig hilfreich sein. Hierüber habe ich auch schon mal was geschrieben.

Ansonsten sind die von Thomas bereits genannten Rotflossengarra ganz hervorragende Algenvernichter :top: . Sie fressen nicht nur sämtliche Grünalgen weg, sondern vernichten auch als einzige Fische Bart- und Pinselalgen.

Ich selbst habe in meinem Trigon 190 sieben dieser Tiere. Als sie einzogen, waren die beiden Strukturrückwände vollständig mit grünen Büschelalgen überzogen. Mittlerweile sind sie fast wieder vollständig frei und auch Bart- und Pinselalgen an den Blättern langsam wachsender Pflanzen bilden sich so gut wie gar nicht mehr.

Gruß

Barbara
 

adios

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Hallo,


es sind Pinselalgen,sehen auch nicht grün aus,darum möchte ich auch von den Usern Fotos von Algen haben ,weil bei mir so gut wie keine vorkommen.Das mit den algenfressenden Fischen mag sein das hier und da mal gezupft wird aber im Großen und Ganzen bleibt es ein frommer Wunsch,nach einiger Zeit wird lieber das dargereichte Protein genommen,darum Fische anpreisen die dann irgendwo landen, finde ich persöhnlich nicht sehr ratsam (siehe Ancistrus,wird immer noch angepriesen und viele fallen darauf rein).
Zum Gerstenstroh habe ich auch viel gelesen,aber was nützt es wenn man die Ursache nicht abstellen kann ?,nur an den Symtomen rumeiern ist m.E. nicht so eine gute Idee.
Wie dem auch sei ,jeder nach seinem Fasson.
Ich hoffe du bist nun nicht mehr verwirrt. :wink:

Dies ist wie immer eine persöhnliche Meinung!.


Kind Regards

Uwe
 

thomas-p

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Hallo Uwe,

wie Du mich sicherlich kennst, tue ich mich immer schwer etwas anzupreisen, was ich selber nicht schon ausprobiert habe.

Demnach kannst Du gewiss sein, das gerade die Crossocheilus (Garra) latius und die Garra sp. (Rotflossengara) derzeit die besten und evt. einzigen Bart-und Pinselalgenfresser sind. Bei den Schnecken habe ich sehr gute Erfahrungen mit den Clithon corona gemacht. Hier benötigt man jedoch (bei unseren großen Aquarien) ein ganze Menge an Tieren.

Wie ich bereits in meiner Antwort geschrieben habe, ist jedoch die Ursachenbekämpfung der wichtigere Part um ein Wachstum einzudämmen.

Dennoch kann man beides kombinieren und wird somit bessere Erfolge erzielen.
 

Anubia

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Hallo Uwe :wink: ,

ich gebe Dir natürlich Recht, dass man vor allem die Ursachen der Algen bekämpfen muss. Das ist überhaupt keine Frage !!!

Aber wenn man sich mal eingehend mit dem Thema beschäftigt, stellt man fest, dass es auch Algen gibt, die in intakten Becken mit hervorragenden Wasserwerten gedeihen und in einem solchen Fall ist es doch erfreulich, wenn es biologische Mittel gibt, die sie auf ganz natürliche Weise vernichten.

Wie gesagt, ich habe mit Gerstenstroh ganz gute Erfahrungen gemacht. Die Wirkung tritt zwar nicht von heute auf morgen ein und was ist gegen Kleinstlebewesen einzuwenden, die in natürlichen Gewässern auch vorhanden sind und zudem Jungfischen als hervorragendes Futter dienen ?

Was die Garras betrifft, kann ich Dir auch nach einigen Monaten berichten, dass sie zwar das Lebendfutter keineswegs verschmähen, zugleich aber weiterhin den ganzen Tag über fleißig am knabbern sind.

Gruß

Barbara
 

Dirk1

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Habe im Laufe der letzten Jahrzehnte auch schon diverse Erfahrungen mit diesen Algen gemacht:
Sie scheinen sich in Becken mit "sprudelndem" Wasser besonders wohl zu fühlen. Ich habe sie sehr oft in Becken gesehen, die mit Außenfiltern und Diffusoren betrieben waren.
Kurz nach der Neueinrichtung meines aktuellen Beckens vor 4 Jahren begannen sie bei mir auch zu wachsen - trotz sehr mäßiger Strömung und annähernd perfekter Wasserwerte - auf einem Stein, der direkt vor dem Wasseraustritt des Filters liegt.
Ich gehe davon aus, dass sie sich auf jeden Fall vermehren, wenn man sie sich eingeschleppt hat. Je nach Bedingungen scheint sich nur die Vermehrungsrate beeinflussen zu lassen.
Ich muss jetzt hier mal gezielte Werbung machen:
Bereits mehrfach seit beinahe 20 Jahren habe ich in solchen Fällen "Algen Stop General" der Firma "Femanga" eingesetzt. Ich gebe das 1x wöchentlich zu - so lange, bis die Pinselalgen weg sind. Dauert normalerweise etwa 6 Wochen, manchmal auch länger, da die Algen innerlich schon tot sind, aber ihr "Gerüst" noch zu sehen ist.
Habe das Zeug schon testweise in doppelter Dosis bei 2 Tage alten Jungfischen eingesetzt - ohne Probleme. Soll angeblich (laut Hersteller) praktisch nebenwirkungsfrei sein. Einzige Chemikalie darin soll ein Konservierungsmittel sein (die Angabe ist aber mindestens 15 Jahre alt).
Man muss es auf jeden Fall immer gut schütteln und die Kur zuverlässig und gewissenhaft bis zum Ende fortführen - und lieber etwas mehr zugeben.
Wenn man die Algen dann losgeworden ist, sollte man sich gut überlegen, was man zukünftig noch in sein Becken dazusetzt - oder ob man nicht lieber auf Besatzveränderungen verzichtet und sich am algenfreien Becken erfreut.
Mein Becken ist jetzt jedenfalls seit vielen Jahren frei von Pinsel-, Bart, Faden- oder Blaualgen. Nur an den Scheiben hatte ich immer noch einen grünen Belag. Das ist jetzt aber auch vorbei, seit ich Neritina pulligera entdeckt habe. Die Stahlhelmschnecke ist der perfekte Scheibenreiniger. Habe schon seit Monaten gar keine Algen mehr gesehen.
 

Guramy

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Das genannte Mittel habe ich auch eingesetzt mit ganz gutem Erfolg. Der Wirkstoff ist Salicylsäure, also das gleiche wie in Aspirin nur ohne "Acetyl-" vorne dran. Bei mir haben unter der Behandlung allerdings meine Pflanzen gelitten, insbesondere meine Riesenvalisnerien, so dass ich die Behandlung vor Abschluss abgebrochen habe. Die Fische haben keinerlei Reaktion gezeigt. Meine P.pulcher haben in der Zeit auch erfolgreich gelaicht.
Begonnen hat die Plage als ich an meinem 300l Becken einen zusätzlichen Filter installiert hatte. Der ist nun wieder weg und die Algen scheinen sich nicht mehr (wesentlich) zu vermehren. Insofern kann ich die Beobachtung bei mir bestätigen, dass eine übermäßige Filterung zum Wachstum beizutragen scheint.
 
S

Stefan

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Servus,

u.a. Pinselalgenbekämpfung funktioniert mit Wasserstoffperoxid sehr zuverlässig sowie günstig und ist dabei sofern man sich nicht verrechnet (!), auch für Fische und höhere Pflanzen absolut harmlos!
Ich gebe bei Problemen über einige Wochen lang täglich 10-15ppm über die Wassersäule oder 6%iges H2O2 mehrmals punktuell auf die Herde.

Beste Grüße
Stefan
 

Dirk1

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@ Stefan
Nimmst du das Peroxid für die Oxidatoren oder "normales", das man auch in der Apotheke bekommt?

@ Gurami
Aspirin ist die chemische Variante von Weidenrinde, die unsere Vorfahren gegen Kopfschmerzen eingesetzt haben.
Vielleicht könne dann auch helfen, anstatt importierter, afrikanischer Wurzeln einfach ein paar Zweige/Äste einer Weide zu "Dekozwecken" zu verwenden. Ist ja im Prinzip auch nichts anderes, als Weidenrinde für einen Tee auszukochen - nur langsamer.
 

Dirk1

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Bei Cryptocoryne walkeri, Javafarn und Javamoos konnte ich übrigens keine negativen Auswirkungen von "Femanga Algen Stop General" beobachten. Meine Vallisnerien sind tatsächlich auch eingegangen (Vallisneria spiralis). Hatte das bisher nicht mit dem Algenmittel in Verbindung gebracht. Danke für den Tip.
 

Guramy

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@ Gurami
Aspirin ist die chemische Variante von Weidenrinde, die unsere Vorfahren gegen Kopfschmerzen eingesetzt haben.
Vielleicht könne dann auch helfen, anstatt importierter, afrikanischer Wurzeln einfach ein paar Zweige/Äste einer Weide zu "Dekozwecken" zu verwenden. Ist ja im Prinzip auch nichts anderes, als Weidenrinde für einen Tee auszukochen - nur langsamer.
Wäre einen Versuch wert, allerdings ist mir eine exakte Dosierung doch lieber. Bei Naturprodukten weißt du nie wieviel Wirkstoff enthalten ist und in welcher Geschwindigkeit er abgegeben wird. Salicylsäure ist übrigens für den Menschen deutlich toxischer als Acetylsalicylsäure.

Bei Cryptocoryne walkeri, Javafarn und Javamoos konnte ich übrigens keine negativen Auswirkungen von "Femanga Algen Stop General" beobachten. Meine Vallisnerien sind tatsächlich auch eingegangen (Vallisneria spiralis). Hatte das bisher nicht mit dem Algenmittel in Verbindung gebracht. Danke für den Tip.
Bezüglich Cryptocorynen habe ich gelesen, dass Salcylsäure sogar wachstumsfördernd sein soll. Auch mein Hornkraut, Ceratophyllum demersum, hat es übrigens nicht besonders gut vertragen.
 

Dirk1

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nochmal @ Stefan

Nimmst du 10-15 ppm der Grundsubstanz H2O2 oder 10-15 ppm der 6%igen Lösung?

Wie ist die Formulierung "...über die Wassersäule..." zu verstehen?

Danke.
 

Dirk1

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Danke.
Das passt wiederum zu meiner Info, dass Pinselalgen keine CO2-Düngung und niedrige pH-Werte mögen und auch dazu, dass sie bei Austreiben von CO2 durch Diffusoren besonders gut wachsen.
 
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