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Besatz Malawibecken 300l für Anfänger (mit AQ-Vorkenntnissen aus früherem Lebensabschnitt)

Chris888

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Hallo zusammen,

wir planen ein 300l "Familien-Aquarium" (voraussichtlich ein Aquatlantis Splendid 150 x 40) und sind begeistert von der Schönheit der Malawibecken.
Könnt Ihr uns eine Empfehlung für eine vergleichsweise Anfänger-freundliche (möglichst geringe Risiken bzgl. Krankheiten, Terror, Algen, Bevölkerungsexplosion ...) und farbenfrohe Besetzung geben?

Unsere Wasserwerte (Leitung) sind wie folgt. Wir würden gerne möglichst wenige Eingriffe vornehmen. D.h. bzgl. PH-Wert würde ich erst mal schauen, wie hoch er sich nur durch starke Oberflächenbewegung bringen lässt und erst dann ggf. nachhelfen, wenn es nicht anders geht.
- GH: ca. 12° dH
- KH: ca. 8°
- PH: ca. 7,5

Erste (unfertige) Überlegungen (nur Beispiele auf Basis bisheriger Recherche-Erkenntnisse):
- Labidochromis Yellow
- Cynotilapia Afra oder Metriaclima pulpican oder Pseudotropheus Elongatus Mpanga
- evtl. Melanochromis johannii
- evtl. Synodontis lucippinis

Evtl. auch nur 2 oder 3 statt 4 verschiedene, wenn das sinnvoller ist.

Und noch eine vielleicht etwas naive generelle Anfängerfrage:
- Wie würdet Ihr Anspruch (Wasser, Futter, Interventionsbedarf ...), Risiken (Aggressionen, Krankheiten, ...) und Zeitaufwand eines solchen AQs im Vergleich zu einem ähnlich großen, üppig bepflanzten "Standard"-Gesellschafts-AQs mit eher "typischen" Anfängerfischen bewerten? Ist das vergleichbar oder ne ganz andere Nummer beim Malawibecken?

Danke und Gruß,
Chris
 
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Gelöschtes Mitglied

Guest
Angst vor vielen Jungfischen und Terror im Becken?
Kauf dir Neons ;)

Yellows und C. afra passen gut zusammen.
Syno. lucipinnis sind auch prima.

10 Yellows und 4/6 C. afra
5-10 Syno. lucipinnis

Einrichtung: Steine und davon möglichst viel. Sand als Boden

Technik: Keinen Topffilter! Mattenfilter über eine Stirnseite des Beckens. Als Antrieb eine Tunze nanostream und eine weitere als reine Strömungspumpe gegenüber. Beide Pumpen verbrauchen nur 10 W => also etwa 2,2 € pro Monat
Beleuchtung mit LEDs, da kann man nicht viel falsch machen. Irgendwas mit kaltweißem Licht.

Mit den afras geht es immer rund im AQ. Wenn genug Steine da sind, wird es aber gehen.

Arbeitsaufwand: Alle zwei Tage 1x füttern. 1x pro Woche Wasserwechsel (min. 60%). Ab und zu mal die Frontscheibe reinigen.
Mehr ist nicht notwendig. Also grob 1 h pro Woche.

Wenn man regelmäßig viel Wasser wechselt, sind Malawis robust und werden kaum krank. Ausfälle werden durch eigene Nachzuchten ausgeglichen.

Mein AQ ist mit 1120 l zwar ein wenig größer, aber in etwa so sollte deins auch aussehen
2016-02-19b.jpg

Wenn du nur 1,5 m Länge stellen kannst, ist das nicht zu ändern. Wenn es mehr als 40 cm Tiefe werden, erleichtert das die Einrichtung mit der Steinhalde. Mehr Höhe bringt zwar Volumen, aber dafür wird es mit dem Steinaufbau schwieriger.
Ideal wäre 150 x 70 x70. Dann wären auch mehr Arten drin.
 

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Snowgnome

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Hi,

wenn die 150 x 40 die Grundfläche des Aquariums sein sollen, würde ich das noch mal überdenken. Aufwuchsfresser/Felsenbewohner brauchen einen größzügigen Steinaufbau. Und der ist bei einer Tiefe/Breite von nur 40 cm nur sehr schwer zu realisieren. Daher wären Grundflächen von 120 x 50 oder natürlich 150 x 50 besser geeignet-


Edit: ich sehe grad , das Jan diesen Punkt schon unter seinem Beckenfoto erwähnt hat. Dann ist mein Post als Bestätigung zu verstehen :)
 

Chris888

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HI zusammen,

vielen Dank! Ich durfte / musste gestern zufällig ein Malawi-Becken umziehen und dabei habe ich folgendes festgestellt:
- 50 cm Tiefe ist zu wenig (bevor ich Eure Antworten gelesen habe :). Sollte sich machen lassen. Wobei ich in der Breite maximal 150 cm habe.
- Das Becken war in vielerlei Hinsicht nicht artgerecht eingerichtet und gepflegt. Es waren nur noch Yellows drin, alle anderen waren wegen aggressiven Verhaltens abgegeben worden oder aber gestorben. Die Yellow-Population hingegen schien zu explodieren. Gibt es dafür überhaupt genügend Nachfrage, um die bei Bedarf ausdünnen zu können?
- Das Becken war ganz schön veralgt. Die Scheiben, die (ich weiß - nicht nötigen) Anubias, die Deko ... Sah für meinen Geschmack nicht schön aus. Passiert das immer bei Malawibecken?
- Es war ein Mattenfilter auf einer kompletten Stirnseite verbaut. Ehrlich gesagt kann ich mich optisch nicht damit anfreunden, diesen Blick durch die Front genießen zu müssen.

Was mich noch interessiert:
- Warum aus meiner "blau mit Querstreifen"-Liste gerade die Afras? Weil sie am wenigsten aggressiv sind oder am robustesten? Bzw. die anderen Optionen sind in welcher Hinsicht evtl. weniger zu empfehlen?
- Die Ergänzung mit Melanochromis johannii oder einer anderen längsgestreiften Art ist optisch natürlich schon schick. Aber muss auch nicht sein ...
- Besteht bei dieser Besatz-Option die Gefahr, dass sich die Arten ungewollt kreuzen?

Danke und Gruß,
Chris
 

Snowgnome

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Hi Chris,

wenn du am Ende auf 450 Liter kommen solltest, dann hast du gute Möglichkeiten, Jungfische auf natürliche Art und Weise zu dezimieren.

In 450 Litern kannst du z.B. schon Melanochromis chipokae oder Melanochromis northern blue halten. die eignen scih als Jungfischvertilger- Außerdem würden kleinere Synodontis (Welse aus dem Tanganjikasee) passen, die wohl auch den einen oder anderen Jungfisch beseitigen.

Algen im Malawibecken sind prinzipiell ja erstmal eher gut als schlecht, da sie - sofen man Aufwuchsfresser hält - als Futterquelle dienen. Und wenn das Ganze gut läuft, dann hält sich der Algenbewuchs auch in Grenzen. Ich muss bei mir lediglich 1x wöchentlich ein paar Ansätze von der Frontscheibe entfernen. Steine und Rückwand dürfen gern einen Überzug tragen.

Einen Mattenfilter muss man mögen. Bei mir sind/waren die Filter immer hinter einer Selbstbaurückwand verbaut. Ich mag keine sichtbare Technik im Becken,

Hier noch ein Bild von meinem aktuellen Aquarium. Dort schwimmen (allerdings in 800 Litern) unter anderem oben erwähnte Melanochromis und Synodontis lucipinnis. Ich sehe regelmäßig Weicbchen diverser Arten mit dicken Backen aber von einer Jungfisch explosion kann keine Rede sein. In einem Jahr inst nicht ein Zwerg durchgekommen- und das trotz durchaus großzügiger Versteckmöglichkeiten
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Gelöschtes Mitglied

Guest
Den Mattenfilter sieht man bei mir fast nicht.
Die Kante an der Front ist 5 cm breit (Mattendicke). Auf dem Foto von meinem Becken sieht man zwar die Kante nicht. aber dafür den Rest vom Filter (auf der linken Seite).
Wichtig ist nur, dass man sich eine schwarze Matte besorgt. Die blauen Teile in dezentem Schwimmbadblau sehen immer bescheiden aus <X
 

Chris888

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Eure Becken sind echt super. Und danke noch mal für die Tipps!

Ich hänge gedanklich noch an mehreren Optionen:

1) Labidochromus "yellow" + Pseudotropheus socolofi + Synodontis lucippinis
2) Pseudotropheus solosi + Synodontis lucippinis + ggf. Melanochromis johannii
3) Labidochromus "yellow" + Auloncora xy z.B. freibergi + ggf. Iodotropheus sprengerae
4) Labidochromus "yellow" + Cynotilapia afra + S. lucippinis
5) ...

1) ist vielleicht am "einfachsten", was Agressivitäten und Robustheit angeht?
2) finde ich spannend, weil es so blau und gelb dank P. solosi (und ggf. M. johannii) mit nur einer Art gibt

Was würdet Ihr sagen, welcher blaue Mbuna mit Querstreifen bzgl. Aggressivität und Robustheit am einfachsten ist (Cynotilapia afra, S. solosi, Pseudotropheus zebra ...)?

Der Melanochromis johannii ist im Vergleich zu den anderen vermutlich eine Zacke aggressiver und "schwieriger"? Der wäre sonst ja auch noch ein Kandidat, um den Yellow-Nachwuchs ein wenig in Schach zu halten und auch hier sind beide Geschlechter schön.
 

Snowgnome

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Hi,

ich hatte mal Mel. johanni unter anderem mit Yellows in 300 Litern. Bei mir ging es gut, wobei die Johannis durchaus ein Stück kräftiger sind. Das kann auch in die Hose gehen.

Wie wäre es denn mit Chindongo/Pseudotropheus saulosi + Pseidotropheus Socolofi? Dann hast du nur zwei Cichlidenarten, aber dennoch viel Farbe und Kontrast (socolofi hellblau, saulosi männlich dunkelblau gestreift und saulosi weiblich orange)
 

Chris888

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Danke, Marco und Jan.

danke, beides könnte mir gefallen.

@ Marco: Die Idee mit Saulosi + Socolofi finde ich auch sehr ansprechend! Vermehren sich die Socolofi genauso heftig wie die Yellows? Halten zusätzliche S. lucippinis das ein wenig unter Kontrolle?
@ Jan: Die Afras sind vermutlich schon etwas ruppiger als die Yellows, Saulosis und Socolofis, oder? Die Weibchen sind halt nicht ganz so hübisch wie bei den o.g. Aber die Männchen dafür natürlich toll.
 

Snowgnome

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Hi
@ Marco: Die Idee mit Saulosi + Socolofi finde ich auch sehr ansprechend! Vermehren sich die Socolofi genauso heftig wie die Yellows? Halten zusätzliche S. lucippinis das ein wenig unter Kontrolle?
kommt drauf an...

Bei mir schwimmen ja ja einige Cichlidenarten und S. lucipinnis. Ich sehe ständig irgendwelche vollen Mäuler, aber innerhalb eines Jahres ist trotz des Steinaufbaus mit vielen Verstecken noch nicht ein Jungfisch zu entdecken gewesen. Ich tippe auf die Synodontis und zusätzlich auf M. Melanochromis Chipokae als hauptsächliche "Übeltäter"
 
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Ich habe etwa 20 Synodontis lucipinnis im AQ und es mangelt nicht an Jungfischen
 

Snowgnome

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Hi

@jan.s
das ist interessant. Nun frage ich mich noch mehr, wer bei bir so effektiv den Nachwuchs beseitigt?
 
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Guest
Wenn man wenig füttert, werden die Mel. chipokae sehr intensiv den Jungfischen nachstellen. Durch ihre Größe schaffen sie auch noch Jungfische die es schon über die 2 cm-Marke geschafft haben und langsam mutig werden.
 

Snowgnome

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Hi Jan,

ich hab die Mel. chipokae ja nicht zum ersten Mal und früher schwammen immer wieder mal Jungfische rum (und wurden groß), Synodontis hatte ich dagegen noch nie längerfristig, deshalb hatte ich die hier nun natürlich in erster Linie in Verdacht.
 
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